Alles rund um das Thema Reisemedizin

Insgesamt soll dieser Artikel Sie nur für das wichtige Thema Reisemedizin sensibilisieren. Aktuelle und genaue Information erhalten Sie gerne immer bei der Reiseberatung in der Praxis.

Auch liegt es mir fern, Sie durch die vielen Risiken und Gefahren, die in dem Artikel beschrieben wurden, zu verängstigen.

Reisen ist gut für den Geist und den Körper in jedem Alter. Dieser Grundsatz bleibt immer oben bestehen.

Wichtig ist nur, dass man nicht durch falsche Informationen z.B. aus dem Internet oder durch Unwissenheit in Fallen tappt und die schöne Reise misslingt.

Wenn Sie es wünschen, werde ich Sie gerne individuell nach den neuesten Informationen der DTG (Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin) beraten und die notwendigen Impfungen bei Ihnen durchführen.

Wichtig für Sie ist vor allem, dass die Impfungen rechtzeitig begonnen werden, um den Impferfolg zu sichern.

Eine Beratung zur Hygiene und für die Zusammenstellung einer Reiseapotheke gehört selbstverständlich dazu.

Offizielle Gelbfieberimpfstelle mit Zulassung durch den Senator für Gesundheit Berlin.

Partner

Zu unseren Partnern im Bereich Reisemedizin gehören:

  • DTG Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (mehr)
  • Tropenmedicus (reisemedizinischer Informationsdienst) (mehr)
  • FORUM Reisen und Medizin (mehr)
  • TUI TRAVELStar Reisepassage (mehr)
  • TUI Reise Center Am Bersarinplatz (mehr)

Weltkarte - Hans Walter Römer

Immer Impfstoffe vorrätig

Weitere Informationen zur Kostenerstattung von Reiseimpfungen durch Ihre Krankenkasse finden Sie auf dieser Webseite (Für die Aktualität dieser Angaben können wir keine Garantie geben).

Die Reisemedizin als unverzichtbarer Begleiter im Urlaub

Der internationale Reiseverkehr nimmt seit Jahren konstant zu. Menschen reisen nicht nur häufiger, sondern vor allem auch zu immer ferneren Zielen. Dabei bestehen vor allen in tropischen und subtropischen Gebieten einige gesundheitliche Risiken für Kulturinteressierte. Das wird auch anhand der Tatsache ersichtlich, dass etwa die Hälfte aller in derartige Regionen Reisenden während oder kurz nach dem Urlaub erkrankt. Rund zehn Prozent dieser Personen müssen einen Arzt aufsuchen und etwas weniger als zehn Prozent erkranken sogar so schwer, dass sie bettlägerig werden. Darüber hinaus sind etwa drei Prozent dieser Reisenden nach ihrer Rückkehr ins Heimatland noch arbeitsunfähig.

Um nicht zu “der einen Hälfte“ zu gehören, sollten Sie auf die Reisemedizin vertrauen! Diese befasst sich mit der Prophylaxe (Impfungen etc.), der Diagnose sowie der Therapie von Krankheiten, die im Ausland erworben werden bzw. wurden. Somit überschneidet sich dieser spezielle Bereich der Medizin mit dem Fachgebiet der Tropenmedizin.

Typische Themen der Reisemedizin

Selbstverständlich sollten Sie sich nicht nur mit dem Thema Reisemedizin befassen, wenn Sie in tropische oder subtropische Länder fliegen: Auch in einem “Land um die Ecke“ können Gefahren lauern, die den Urlaub zum Albtraum werden lassen. Damit Sie Ihren Aufenthalt im Ausland genießen können, bieten wir eine reisemedizinische Beratung und die Durchführung von Reiseimpfungen an. Sämtliche Impfstoffe sind vorhanden, sodass Sie bei uns nicht nur Informationen zu notwendigen Hygienemaßnahmen etc., sondern noch am selben Tag Ihre Schutzimpfung erhalten können. Im Folgenden listen wir einige Beratungsthemen auf, mit denen sich die Reisemedizin befasst.

  • Beratung zu und Durchführung von Reiseimpfungen
  • Beratung zur Notfallmedikation
  • Nahrungsmittel- und Wasserhygiene
  • Beratung zum Sonnen- und Mückenschutz
  • Beratung zu speziellen Gesundheitsrisiken
  • Reisen mit (chronischen) Erkrankungen
  • Reisen mit Kindern
  • Reisen in der Schwangerschaft
  • Reisen im Alter
  • Zusammenstellung einer persönlichen Reiseapotheke
  • Durchführung von Schnelltests (z.B. Malaria-Test; für Urlaubsrückkehrer)

Für diese Personen spielt die Reisemedizin eine besondere Rolle

Für einige Gruppen gelten besondere Schutzbestimmungen. Zu den Risikogruppen auf Reisen gehören u.a. Kinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit chronischen Krankheiten. In den folgenden Abschnitten gehen wir genauer auf das Thema Reisemedizin für Kinder, Allergiker und Menschen mit Blutdruckerkrankungen ein. 

Damit Ihr Nachwuchs den Urlaub genießen kann

Da Kinder durch Infektionskrankheiten wesentlich stärker gefährdet sind als Erwachsene, sollten Sie vor einer jeden (Fern-) Reise mit einem Arzt die notwendigen Schutzmaßnahmen abklären. Vor allem sogenannte Interkontinentalreisen und Flüge mit kurzen Erholungszeiten im jeweiligen Reiseland stellen eine große Herausforderung für den Organismus der Kleinen dar. Ein geschwächtes Immunsystem und eine höhere Anfälligkeit für Erkrankungen können die Folge sein. Kinder reagieren auch wesentlich sensibler auf veränderte Tagesabläufe, Flüssigkeitsverlust, ungewohnte Nahrungsmittel u.Ä. Deswegen bedarf es einer guten Vorbereitung! Schließlich wollen Sie nicht, dass Ihr Nachwuchs auf der Reise leidet.

  • Aufgrund der hohen Sensibilität gegenüber ungewohnten Umständen raten wir von Abenteuerreisen mit kleinen Kindern ab. Auf solchen Erlebnisreisen kann die beste “Reisemedizin“ keinen ausreichenden Schutz vor möglichen “Gefahren“ bieten.

Reisemedizin für Kinder – Impfungen

Kinder sollten die folgenden Standardimpfungen erhalten:

  • Windpocken
  • Röteln
  • Mumps
  • Masern
  • Kinderlähmung
  • Keuchhusten
  • Diphterie
  • Tetanus
  • Haemophilus influenza B
  • Hepatitis B.

Je nach Reiseziel können zusätzliche Impfungen empfohlen werden. Es ist übrigens auch kein Problem, gleich mehrere Impfungen durchzuführen: Kinder vertragen die Gabe von verschiedenen Impfstoffen allgemein sehr gut.

Schutzmaßnahmen vor Ort

Wenn Sie mit einem Kind ins Ausland reisen, sollten Sie immer auf eine zweckmäßige Kleidung und Kopfbedeckung (Sonnenschutz!) achten. Das Barfußlaufen sollte u.a. aufgrund der Verletzungsgefahr möglichst vermieden werden und Kinder sollten nicht in stehenden Gewässern baden. Hier tummeln sich vermehrt Infektionserreger! Das Planschen im Pool und im Meer stellt hingegen i.d.R. keine Gefahr dar – vorausgesetzt, Sie haben Ihren Nachwuchs durchweg im Auge.

Bei Malaria gilt besondere Vorsicht

Von Reisen mit Kindern in Malaria-Risikogebiete wird abgeraten. Und zwar insbesondere mit Säuglingen und Kleinkindern. Wollen Sie dennoch mit Ihrem Kind in ein solches Gebiet fliegen, richtet sich die Prophylaxe nach dem Alter und dem Gewicht Ihres Nachwuchses.

  • Da eine Malaria tropica gerade bei Kindern schnell lebensgefährliche Ausmaße annehmen kann, sollte beim Auftreten von “unklarem“ Fieber in entsprechenden Gebieten sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Reisen mit einer Allergie

Wenn Sie an einer Allergie leiden, sind sie nicht allein: Es gibt Schätzungen, die vermuten lassen, dass in Deutschland etwa 30 Millionen Menschen (Kinder und Erwachsene) von Allergien betroffen sind. Dass man sich von einer solchen Last nicht den alljährlichen Urlaub verderben lassen möchte, ist nur verständlich. Um Ihren Urlaub trotz Allergie in vollen Zügen genießen zu können, sind Sie allerdings auf die Reisemedizin angewiesen!

Vorsorge ist die beste Medizin

Informieren Sie sich vor Reiseantritt unbedingt über die in dem jeweiligen Land vorherrschenden Allergieauslöser. Hierzu können Sie beispielsweise einen Pollenflugkalender zur Hilfe nehmen. Außerdem können Sie sich die Informationen beim Deutschen Wetterdienst sowie bei weiteren Einrichtungen einholen. Bedenken Sie auch, dass die Blütezeit umso fortgeschrittener ist, je weiter Sie gen Süden reisen.

Ferner sollten Sie sich über die möglichen Notfallversorgungen während der Reise informieren und entsprechende Kontaktadressen heraussuchen. Meiden Sie die Reisezeiten, in denen die Pollenexposition am höchsten ist, und bei bestehenden Nahrungsmittelallergien ist eine sorgfältige Abklärung der ausländischen Küche unumgänglich. Seien Sie bei gemischten Mahlzeiten extra vorsichtig und schaffen Sie sich ein Wörterbuch an, mit dessen Hilfe Sie sich vor Ort über die in den Gerichten enthaltenen Zutaten Auskunft geben lassen können.

  • Tipp: Anstatt ein unnötiges Risiko einzugehen, sollten Sie im Zweifelsfall lieber auf ein Gericht verzichten. Das kann sehr schwer fallen, aber in gewissen Situationen lebensrettend sein.

Reisemedizin bei hohem Blutdruck

Der Blutdruck muss vor Reiseantritt gut eingestellt werden. In heißen Klimazonen kann die Reduzierung des Antihypertensivums sinnvoll sein und Sie sollten eine ausreichende Dauermedikation mit in den Urlaub nehmen. Da tropisches Klima und andere Stressfaktoren den Blutdruck beeinflussen können, sollten Sie zudem regelmäßig Selbstmessungen durchführen und die Gefahr von sowie die Maßnahmen bei einer Überdosierung sind im Voraus mit dem Arzt zu besprechen.

  • Bedenken Sie, dass ein langjährig bestehender Bluthochdruck Ihre Flugtauglichkeit beeinflussen kann. Da im Flugzeug ein sehr hoher Luftdruck besteht, kann es beispielsweise zu Netzhaut-Einblutungen und Folgeschäden kommen. Dies gilt auch für den Aufenthalt in hohen Gebirgslagen.

Wenn der Blutdruck im Keller ist

Personen mit niedrigem Blutdruck klagen im Rahmen der Akklimatisierung häufig über eine Verschlechterung der Beschwerden. Aus diesem Grund wird allgemein empfohlen, in der ersten Woche im Ausland auf sogenannte absturzgefährdete Tätigkeiten wie das Klettern zu verzichten. Zudem sollten Sie in diesem Zeitraum überfüllte Räumlichkeiten meiden. Kommt es zu einer Schwindelattacke, sollten Sie umgehend eine Sitzposition einnehmen, um im Falle einer Bewusstlosigkeit keine Verletzungen davonzutragen.

  • Weiterführender Hinweis: Wenn Sie an Schwindelerscheinungen leiden, empfehlen wir Ihnen, die Routen der Ausflüge im Ausland vorab mit dem Reiseleiter abzuklären. Die Ausflüge können Sie an Orte führen, die eine uneingeschränkte Trittsicherheit erfordern.

Die Reisemedizin umfasst viel mehr als Medikamente

Abschließend möchten wir Ihnen ein paar allgemeine Hinweise zum Thema Reisemedizin bzw. für Ihren Auslandsaufenthalt geben:

Neben der sorgsamen Vorbereitung der Reise und dem individuellen Beratungsgespräch mit einem Arzt sollten Sie sich unbedingt über die aktuellen Besonderheiten im Zielort informieren (lassen). Stellen Sie Ihre persönliche Reiseapotheke zusammen (Allgemein: Sonnenschutz, Abwehrmittel gegen Mücken, Mittel gegen Magenbeschwerden und Reisekrankheit, Mittel gegen Verstopfung und Durchfall) und pflegen Sie während des Aufenthalts im Zielland eine angemessene Hygiene. Nach der Ankunft sollten Sie sich langsam an das Klima gewöhnen und sich zunächst nur kurz in der Sonne aufhalten. Der Lichtschutzfaktor Ihrer Sonnencreme sollte mindestens 20 betragen (stark abhängig vom Reiseziel) und Sie sollten Ihrem Körper an heißen Tagen nicht zu viel zumuten. Das gilt übrigens auch für Getränke. Diese sollten nicht eiskalt sein! Ansonsten kann es schnell zu Darmbeschwerden kommen.